E-Mail-Marketing hat ein Imageproblem. Wenn Finanzdienstleister an Newsletter denken, sehen sie Spam-Ordner und genervte Kunden. Dabei ist die E-Mail nach wie vor der profitabelste Marketingkanal überhaupt: Für jeden investierten Euro kommen im Schnitt 36 bis 42 Euro zurück.
Der Unterschied zwischen einem Newsletter, den man liest, und einem, den man löscht, liegt in einem Wort: Mehrwert. Ihre Kunden wollen keine Produktwerbung. Sie wollen Orientierung.
Stellen Sie sich vor, Ihr bester Kunde sitzt Ihnen beim Kaffee gegenüber und fragt: „Was sollte ich dieses Jahr finanziell auf dem Schirm haben?“ Was würden Sie ihm antworten? Genau das schreiben Sie in Ihren Newsletter.
Bewährt haben sich drei Rubriken: Erstens ein aktueller Anlass und Ihre persönliche Einordnung. Zweitens ein praktischer Tipp, den der Leser sofort umsetzen kann. Drittens ein persönlicher Einblick – was Sie gerade beschäftigt, ein Seminar, das Sie besucht haben.
Einmal im Monat ist perfekt für den Anfang. Immer am gleichen Tag, immer zur gleichen Zeit. Dienstag oder Mittwoch zwischen 9 und 11 Uhr funktionieren statistisch am besten.
Sie haben zwei Sekunden, bevor Ihr Kunde entscheidet: öffnen oder löschen. „Newsletter März 2026“ – löschen. „Diese Steueränderung kostet Sie ab April Geld“ – öffnen.
Ihre Kunden als Masse behandeln. Wenn Ihr E-Mail-Tool es erlaubt, segmentieren Sie Ihre Liste. Zwei oder drei Gruppen reichen. Die Öffnungsraten werden es Ihnen danken.
Fangen Sie klein an: Sammeln Sie die E-Mail-Adressen Ihrer bestehenden Kunden, richten Sie ein einfaches Newsletter-Tool ein und schreiben Sie Ihren ersten Beitrag. Drei Absätze, ein konkreter Tipp, eine persönliche Note. Mehr braucht es nicht.