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Nachricht · 26.08.2025 · 5 Min. Lesezeit

Mit KI zur eigenen Unternehmenswebsite

Mit KI zur eigenen Unternehmenswebsite
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Mit KI zur eigenen Unternehmenswebsite

„Ich hatte nur einen Webserver, mein Wissen über mein Unternehmen – und den Wunsch, etwas Modernes und Dynamisches zu schaffen.“

Ganz ohne CMS, Baukasten oder Templates habe ich eine Unternehmenswebsite von Grund auf selbst entwickelt – nur mit einem leeren Server und der Unterstützung von KI. Entstanden ist eine digitale Visitenkarte mit den notwendigen Funktionalitäten, die technisch sauber und authentisch zeigt, was möglich wird, wenn KI als Werkzeug und nicht als Zauberstab eingesetzt wird.

Das Setup: Was ich zur Verfügung hatte

  • Einen Webserver mit PHP-Unterstützung

  • Absolute Basiskenntnisse in HTML, CSS, JavaScript und PHP

  • Eine klare Vorstellung von meinem Unternehmen

  • Zugriff auf KI-Tools zur Unterstützung bei Code, Design und Text

  • Hard- und Software: Mein MacbookPro, Visual Studio Code

Das Kochrezept: Schritt-für-Schritt zur eigenen Website

Ziel und Struktur definieren

Zielgruppe und Zweck der Website festlegen (z. B. Kundenakquise, Portfolio, Kontaktaufnahme)
Seitenstruktur skizzieren: Startseite, Philosophie, Angebot, Erfahrungen, Kontakt etc.

Einfach drauflos coden ohne Plan
Inhalte erst am Ende überlegen

Designideen mit KI brainstormen

KI nach modernen Designtrends fragen (z. B. „Was sind aktuelle Webdesign-Trends für Beratungsunternehmen?“)
Schnuppern auf Portalen die Templates zur Webgestaltung anbieten
Farbpaletten, Layouts und Typografie vorschlagen lassen
Bilder sagen mehr als 1000 Worte, nutze passende Bilder – es gibt viele freie Bildarchive die auch eine gewerbliche Nutzung erlauben. Ich hatte das Glück schon einen Account zu einem guten Archiv zu besitzen.

Blind ein Design übernehmen – immer auf die eigene Marke abstimmen
Nutzung von Bildern oder anderen Elementen ohne die entsprechenden Rechte

HTML/CSS/JS Grundgerüst erstellen

Mit einem simplen HTML-Template starten und einen Prototypen mit der Navigationsstruktur erstellen lassen
CSS anhand des Prototypen nach und nach entwickeln
Immer wieder die KI zur Codeoptimierung und Fehleranalyse nutzen

Alles in eine Datei schreiben
Responsiveness vergessen

Dynamik mit PHP und JavaScript einbauen

Kontaktformular realisieren
Interaktive Elemente mit JS (z. B. Slider, Animationen)
KI zur Generierung von Code-Snippets nutzen

Sicherheitsaspekte ignorieren (z. B. Validierung, Spam-Schutz)

Content erstellen – mit KI als Co-Autor

KI zur Texterstellung nutzen, aber mit persönlicher Note überarbeiten
SEO-optimierte Texte generieren lassen (z. B. Meta-Tags, Keywords)
Mach dir Gedanken über Impressum und Datenschutz. Sammel nur Daten, wenn du sie auch wirklich brauchst – je einfacher oder komplexer wird deine Datenschutzvereinbarung

KI-Texte ungeprüft übernehmen
Unternehmenssprache und CI vernachlässigen

Testing & Optimierung

Website auf verschiedenen Geräten testen
Ladezeiten analysieren (z. B. mit Lighthouse von Google)
KI zur Performance-Analyse befragen

Bugs ignorieren
Accessibility vergessen

Launch & Feedback

Soft-Launch mit ausgewählten Nutzer:innen
Feedback einholen und iterieren

Website ohne Test live stellen
Kritik persönlich nehmen – sie hilft!
DEIN STUFEN MEGA PROMPT FÜR MODERNE WEBSITES

Bitte den folgenden Text je nach individuellem Bedarf anpassen und in dein KI einfügen:

„Versetze dich in die Rolle eines Senior Web Designers, UX Architekten, Usability Experten und Senior Frontend Engineers einer renommierten Digitalagentur. Du arbeitest auf dem Niveau der Design Teams hinter Apple, Stripe, Linear, Vercel und Pitch.

Deine Aufgabe ist es, eine komplette Website in mehreren Stufen zu entwickeln. Jede Stufe folgt diesem Ablauf:

Ablauf jeder Stufe:

1. Stelle mir 5 präzise Fragen, die notwendig sind, um die Stufe korrekt auszuführen.

2. Stelle mir 5 Rückfragen, die mögliche Unklarheiten beseitigen.

3. Warte auf meine Antworten.

4. Erstelle danach die vollständige Umsetzung der Stufe.

Gesamtstruktur der Stufen:

STUFE 1 — Zielgruppenanalyse & Value Proposition

– Wer besucht die Website? – Welche Bedürfnisse haben diese Personen? – Welche klare Nutzenbotschaft soll die Website transportieren? – Stilreferenzen: apple.com, stripe.com, linear.app

STUFE 2 — Informationsarchitektur & Navigationslogik

– Hauptnavigation – Unterseiten – Footer Struktur – interne Verlinkungslogik – Breadcrumb Konzept

STUFE 3 — Modulares, kachelbares Layout System

Für jede Kachel: – Name – Zweck – Inhalt – Varianten – Mobile Optimierung – Animationsempfehlungen Stilreferenzen: pitch.com, superlist.com, notion.so

STUFE 4 — Moderne Website Texte (SEO + UX)

– H1–H3 – Teaser – Absätze – CTAs – Meta Descriptions Tonalität: klar, modern, professionell

STUFE 5 — Design System / Styleguide

– Farbpalette – Typografie – Grid – Spacing – Buttons – Formulare – Icon Stil – Bildsprache – Animationen Stilreferenzen: framer.com, vercel.com, dropbox.design

STUFE 6 — UX Optimierung

– Orientierung – Lesbarkeit – mobile Nutzung – Barrierefreiheit – Interaktionsdesign – Conversion – Performance

STUFE 7 — HTML/CSS/JS Code

– sauberes, semantisches HTML – modernes, responsives CSS – CSS Variablen – klare Klassenstruktur – optional Vanilla JS Stilreferenzen: vercel.com, stripe.com

WICHTIG: – Beginne immer mit Stufe 1. – Starte jede Stufe mit 5 Fragen + 5 Rückfragen. – Warte auf meine Antworten. – Setze danach die Stufe vollständig um. – Frage mich am Ende jeder Stufe, ob du mit der nächsten Stufe fortfahren sollst.“

Fazit: KI als Werkzeug, nicht als Zauberstab


Die KI war für mich kein Ersatz für Kreativität – sondern ein Verstärker. Sie hat mir geholfen, schneller zu iterieren, bessere Texte zu schreiben und technische Hürden zu überwinden. Besonders beim Generieren von Code-Snippets war sie unschlagbar schnell und präzise.

Aber: Sobald es darum ging, bestehenden Code weiterzuentwickeln – vor allem wenn dieser über mehrere Dateien verteilt war – stieß die KI an ihre Grenzen. Ohne den aktuellen Code als Kontext liefert sie oft nur generische Vorschläge. Deshalb gilt: Immer den relevanten Codeabschnitt mitliefern und klar sagen, was verändert werden soll. Nur dann wird das Feedback wirklich brauchbar.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor war außerdem, die KI explizit zu bitten, Schritt für Schritt zu arbeiten. Ohne diese Anweisung neigt sie dazu, mehrere Dinge gleichzeitig zu verändern – was schnell zu Fehlern oder unerwünschten Seiteneffekten führt. Strukturierte Prompts mit klaren Teilaufgaben bringen deutlich bessere Ergebnisse.

Auch bei der Fehlersuche braucht man Geduld. Manchmal dreht man sich im Kreis, manchmal hilft ein zweiter oder dritter Prompt mehr als der erste. Beharrlichkeit zahlt sich aus.

Nach rund 15 Stunden Arbeit hatte ich eine Website, die technisch solide ist, meine Inhalte transportiert und meine Handschrift trägt. Die KI hat mir viel abgenommen – aber die Seele der Seite? Die kam von mir.

Mit wenig Know-how lassen sich dank KI heute erstaunlich viele Funktionen umsetzen. Aber ganz ohne eigenes Denken, Struktur und Ausdauer geht es nicht. KI ist kein Baukasten – sie ist ein Werkzeug. Und wie bei jedem Werkzeug entscheidet der Mensch, was daraus entsteht.

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